Münster Arkaden

Adresse Königsstraße, Rothenburg, Ludgeristraße, Hötteweg, Münster
Nutzung Neubau einer Einkaufspassage mit 36 Läden, einer City-Filiale der Sparkasse, einem Bekleidungskaufhaus, Gastronomie, Büros und einer Tiefgarage mit 250 Stellplätzen
Architekt Prof. Josef P. Kleihues und Norbert Hensel mit Michael Alshut (Projektleiter)
Bauherr Sparkassen-Grundstücksverwaltungs GmbH & Co. KG
Wettbewerb 2000, 1. Preis
Planungsbeginn 2001
Baubeginn Januar 2000
Realisierung Oktober 2002 bis Mai 2005 (1. Bauabschnitt) — Oktober 2006 (2. Bauabschnitt)
Baukosten 122,7 Mio. €
Bruttogeschossfläche 58.056 m²

Kurzbeschreibung

Unweit des malerischen Prinzipalmarkts entstehen die Münster Arkaden - ein Entwurf aus der Hand von Josef Paul Kleihues und seinem Partner Norbert Hensel. Die sechs miteinander verwobenen Einzelbaukörper bilden ein Ensemble, das mittels einer großzügigen drei- bis viergeschossigen Passage eine öffentliche Verbindung zwischen der belebten Rothenburg und der Fußgängerzone in der Ludgeristraße schafft.

Die Passagenarme verschränken sich im Zentrum zu einem zentralen, mit einer flachen Glaskuppel überwölbtem Platz, von dem aus der rückseitige Eingang des Picasso-Museums über einen glasüberdachten Hof in das Wegenetz eingebunden wird. Die großzügige klassizistisch gegliederte Passagenfassade, welche in ihrer Folge von drei Glasdächern bedacht wird, steht mit ihrem dreidimensional wirkenden Bodenbelag im Kontrast zu den hellen Kalksteinfassaden.

Die verschiedenen Einzelbaukörper spiegeln ihre Nutzungen als Kaufhaus, Bürogebäu-de oder Passagenbaukörper über die Fassaden wider. Diese sind mit einem Arkaden-geschoss und zwei oder drei Regelgeschosse gegliedert und beziehen sich auf die für die „Münsterländische“ Sachlichkeit kennzeichnende regelmäßige vertikale Fassaden-ordnung.

Durch die logische Fortsetzung der im nördlichen Bestand existierenden Arkaden und Ihrer Verbindung über die Passage, wird das Stadtgefüge fortgeschrieben und enger vernetzt. Zusammen mit der Wiederaufnahme der historischen Baufluchten und der ortstypischen Vertikalgliederung knüpft dieser Entwurf an das Konzept der kritischen Rekonstruktion des Stadtbildes an.