Neubau Bundesnachrichtendienst, Berlin

Adresse Chausseestraße, Berlin-Mitte
Nutzung Dienstgebäude und Hauptzentrale des Bundesnachrichtendienstes
Architekt Jan Kleihues, Kleihues + Kleihues, Gesellschaft von Architekten mbH
Projektleiter Tobias Amme, Manfred Kruschwitz, Johannes Kressner
Bauherr Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch das Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen (BMVBW), dieses vertreten durch das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung, Fasanenstraße 87, 10623 Berlin
Wettbewerb 2004, Verhandlungsverfahren – Architektenauswahlverfahren mit integrierter Mehrfachbeauftragung, 1. Rang
Planungsbeginn 2005
Baubeginn ab 2006
Fertigstellung 2011 (Einzugstermin)
Baukosten 720 Mio. €
Leistungsphasen 2-4 weitere stufenweise Beauftragung 5-9
Grundstücksfläche 10 ha (Gesamtgelände)
Bruttogrundfläche 250.000 m²
Hauptnutzfläche 100.000 m²
Grundfläche Hauptgebäude 180 x 280 m
Gebäudehöhe ca. 30 m (Hauptgebäude im Zentrum der Anlage)

Kurzbeschreibung

Der Bundesnachrichtendienst (BND) zieht im Jahr 2011 von Pullach nach Berlin. Auf einem ca. 10 ha großen Gelände in Berlin-Mitte soll ein Neubau von ca. 250.000 qm BGF für rund 4.000 Mitarbeiter des Bundesnachrichtendienstes errichtet werden. Hierfür sollte ein der städtebaulichen Lage und dem Anspruch des Bundesnachrichtendienstes angemessenes Konzept gefunden werden.

Mit gut 30 m bleibt das Hauptgebäude im Zentrum der Anlage unterhalb der Höhen im Bebauungsplanentwurf. Durch die Konzentration von gut dimensionierten Baukörpern an den Seitenstraßen und am zentralen Eingangsbereich werden großstädtische, baumbestandene Freiräume an der Chausseestraße gewonnen, die dem großen Baukörper eine noble Distanz zur Straße gewähren. Diese Freiflächen sind zwar im Gegensatz zu dem rückwärtigen Pankepark nicht öffentlich zugänglich, fügen aber die Gesamtanlage harmonisch in das städtebauliche Umfeld ein.

Die Komposition der Fassade beruht auf der stringenten Einhaltung eines konstanten Rhythmus. Durch minimale Variationen im Material und in dessen Zuschnitt changieren die Ansichten zwischen den einzelnen Flügeln. Der innere Aufbau des Komplexes, Erschließung, funktionelle Zuordnung der Räume und die Organisation der Raumeinheiten selbst sind klar und einfach.