Bendix Gymnasium, Dülmen
Adresse Friedrich-Ruin-Straße, 48249 Dülmen
Nutzung Gymnasium mit 3-fach Turnhalle
Architekt Prof. Josef P. Kleihues mit Norbert Hensel
Projektleiter Andreas Heupel
Bauherr Stadt Dülmen, Markt 1 - 3, 48249 Dülmen
Wettbewerb VOF-Auswahlverfahren
Planungsbeginn März 1998
Baubeginn Januar 2000
Fertigstellung August 2001
Baukosten 15,34 Mio. €
Leistungsphasen 2 - 9
Grundstücksfläche 13.736 m²
Überbaute Fläche 5.471,57 m²
Bruttogrundfläche 22.034 m²
Nutzfläche 14.270 m²
Bruttorauminhalt 121.482 m³
Anzahl der Geschosse
Gymnasium 4
Sporthalle 2
Auto-Abstellplätze 50 Stück
Nutzung der Geschosse
Schulgebäude Untergeschoss
18 Klassenräume Sek. 1
9 Klassenräume Sek. 2
Sonderpädagogik
Forum
Bibliothek
Verwaltung
Lehrerzimmer
Schulgebäude Obergeschoss
Biologie
Chemie
Physik
Technik
Kunst
Musik
Informatik
mit Nebenräumen
Sporthalle Erdgeschoss
Sporthalle mit Nebenräumen
Jugendtreff
Kreativhaus
Sporthalle Obergeschoss
Tribüne
Jugendarbeit
Schulgebäude
Die Fassade ist betont durch einen kräftigen rotblau-bunten Klinker mit einer regelmäßigen, in der Höhe gestaffelten Fensteranordnung. Die Fassade soll in Ihrem Ursprung erhalten bleiben und wird nur auf der noch nie verkleideten Südseite durch eine neu interpretierte Vorsatzschale als Lochfassade mit kontrastierender Stahl-Glas-Fassade ergänzt. Die neuen Aluminiumfenster übernehmen die historische Teilung.
Die Etagen leben von der sichtbaren Konstruktion des Stahlbetonskelettgerüstes mit seinen dominanten achteckigen Säulen und den einbindenden Primär- und Sekundärträgern. Die fünf Stützfelder werden durch einen Dreibund mit zwei mittigen Lufträumen symmetrisch gegliedert. Diese werden über ein Glasdach oberhalb des 3. OG belichtet.
Im Erdgeschoss wird das Gebäude über ein großzügiges von oben belichtetes Foyer erschlossen. Nach Süden hin liegen die Sonderpädagogikräume, das Forum und die Bibliothek, im nördlichen Teil befinden sich die Verwaltung und das Lehrerzimmer.
In den drei Obergeschossen sind die Klassenräume entlang der Längsfassaden aufgereiht und über helle Flure mit den mittigen Lichthöfen und einer zentralen Freitreppe verbunden. Auf der nördlichen Stirnseite befinden sich übereinander die drei Fachbereiche Physik, Biologie und Chemie mit ihren Übungs- und Vorbereitungsräumen sowie je einem kleinen Hörsaal.
Die Fluchttreppen liegen zum einem hinter der neuen Glasfassade an der Südseite, zum anderen in den nördlichen Gebäudeecken, wobei die vorhandene Treppe im Turm den Schulbaurichtlinien genügt.
Sporthalle
Die nur zweigeschossige Dreizylinderspinnerei erhält eine heterogene Nutzung. Die Dreifachsporthalle als eingeschossige neue Konstruktion eingeschoben in den Bestand, zeichnet sich an der neu zu gestaltenden Nordfassade durch eine über die Gebäudehöhe erstreckende Glasfassade ab.
Die Sporthalle im EG bestimmt im wesentlichen die innere Organisation. Mit den Umkleiden und evtl. Vereinsnutzung im OG westlich und den Geräteräumen im EG östlich mit darüber liegender Tribüne. Der südliche Bereich ist in seiner Nutzung von der Sporthalle getrennt. Hier befinden sich Jugendtreff und Kreativhaus im EG und darüber die Jugendarbeit.
Die Fassaden honorieren die ursprüngliche historische Gestalt und werden auch an den wieder freigelegten Stirnseiten durch die markanten Klinkermotive und Fensterteilung gekennzeichnet.
Im Erdgeschoss sind neben der Sporthalle mit ihren Nebenräumen noch der Jugendtreff und das Kreativhaus vorhanden.
Alle Bereiche haben ihrer Nutzung entsprechend Nebenräume im dunkleren Innenbereich und eigene WC-Anlagen. Im Obergeschoss befinden sich die Tribüne, zur Sporthalle hin offen, die Jugendarbeit im südlichen Teil und westlich nicht ausgebauter Raum für eine evtl. spätere Vereinsnutzung, angegliedert über das bestehende Treppenhaus an die Sporthalle.
Das Turmzimmer wird in Zukunft über eine Wendeltreppe von unten erschlossen. Eine Nutzung für außergewöhnliche Anlässe bietet sich an.
Materialien
Fassaden Klinker im Sonderformat, Farbgebung ähnlich Bestand
Fenster thermisch getrennte Aluminiumsonderprofile, in Bestandsfenster kleinteilig gegliedert, sonst großflächig verglast, in Bereichen ohne Absturzsicherung mit VSG-Verglasung (1.000 N/m)
Dachhaut Aluminiumprofiltafeln z. T. Flachdach auf Sporthalle, z. T. Glasdach auf Schule, eingeschossiger Anbau Flachdach
Innenwände Mauerwerk verputzt oder Gipskarton, weiß
Böden Schulbereich: Flure mit Industrieparkett, Klassenräume und Fachräume mit Linoleumboden, Holzsockelleisten, Foyer Betonwerkstein, Nassbereich gefliest
Türen Stahlzierfalzzarge, Türblätter aus Vollspann, Echtholzfurnier, Edelstahlbänder